Operette - soli-hessen

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Besuch der Operette „Die Fledermaus“

Ein Ausflug in die Welt der Operette
Dieser Ausflug hatte es in sich. Die Teilnehmer kamen aus ganz Hessen in die Frankfurter Oper. 
Es war gar gut geplant, aber der Teufel steckt halt im Detail. So hatte jede anreisende Teilnehmer-gruppe ihr A-ha-Erlebnis. 
Am schlimmsten traf es die, die aus Nordhessen anreisten. Denn ihre Fahrt endete gegen 11:30 Uhr in Friedberg am Bahnhof. 
Dabei war gemeinsames Mittagessen in der Oper für 12:30 Uhr vorgesehen.

Auf dem Bahnsteig erfuhren die Reisenden, dass eine Weiterfahrt ausgeschlossen sei, da es einen Personenschaden
auf der Strecke gegeben habe und der Zugverkehr auf der Strecke komplett eingestellt wird.

Auch die anderen Teilnehmer wurden von Schwierigkeiten nicht verschont. So waren erst Telefonate nötig, damit ein Zutritt zum Speisebereich ermöglicht wurde.

Nach kurzer Orientierung und Beratung wurde zur Tat geschritten und der Taxistand nach geeigneten Transportmitteln aufgesucht. 
Nach einer kurzen Verhandlung wurden zwei Taxen besetzt und nach Frankfurt gefahren. 
Leider waren die Fahrer kaum der deutschen Sprache mächtig, so dass wir an der Alten Oper ankamen, anstatt auf dem Willy-Brandt-Platz. 
Nach einem kurzen Sprint durch die Parkanlage erreichten auch die Nordhessen die reservierten Plätze im Holzfoyer und konnten dort ihr Mittagessen einnehmen.
Nachdem alle Probleme besiegt waren und jedermanns Hunger gestillt, konnten wir zusammen mit allen anderen Gästen die Sitzplätze im Holzfoyer stürmen. 
Die Kinder wurden bühnennah auf dem Boden platziert und die begleitenden Erwachsenen durften die Stuhlreihen nutzen. 
Die Vorstellung war ausverkauft und alle Stühle besetzt. Dann hieß es endlich: Vorhang auf, Bühne frei …

Die Fledermaus ist eine Operette von Johann Strauß (Sohn). 
Der lebte von 1825 bis 1899. Seine wohl erfolgreichste Operette „Die Fledermaus“ führte er am 5. April 1874 zum ersten Mal auf.

„Weil Gabriel von Eisenstein einen Beamten als Esel bezeichnete, wurde er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. 
Als er diese antreten soll, macht ihm sein Freund Dr. Falke ein Angebot, das er einfach nicht ablehnen kann. 
Sein Freund führt jedoch mit seiner Idee etwas im Schilde. Der Grund dafür liegt in der Vergangenheit. 
Nach einem Maskenball und einem heftigen Schluck fand der Freund nicht mehr nach Hause. Eisenstein ließ ihn in der Nacht zurück. 
Dr. Falke schlief mit seinem Fledermauskostüm auf der Parkbank ein und blamierte sich am nächsten Morgen, als ihn die Menschen der Stadt und die Kollegen im Kostüm sahen. 
Er wurde zum Gespött und Tagesthema. Nun hat er die Gelegenheit, an seinem Freund Rache zu nehmen.

Dr. Falke macht Eisenstein das Angebot, zu einem Ball des Prinzen Orlofsky zu gehen. Eisenstein lehnt zunächst ab, da er ja eigentlich ins Gefängnis muss. 
Doch sein Freund erklärt, dass er den neuen Gefängnisdirektor Frank kennt und dass er mit ihm ausmachen will, dass Eisenstein erst am nächsten Morgen einfahren muss. 
Da Eisenstein allein zum Ball gehen möchte, teilt Eisenstein seiner Frau Rosalinde den Antritt seiner Gefängnisstrafe mit und zieht davon.

Um die Intrige weiterzuspinnen, erzählt Dr. Falke Rosalinde vom Vorhaben ihres Mannes. 
Sie ist entrüstet und außer sich und beschließt, es ihrem Mann heimzuzahlen, dass er sie nicht mit auf den Ball genommen hat. 
Ausgerechnet jetzt erscheint auch noch Rosalindes Ex-Geliebter Alfredo, der immer noch heiß in sie verliebt ist und gerade versucht, 
sie zu verführen, als Gefängnisdirektor Frank kommt, um den Herrn von Eisenstein ins Gefängnis zu bringen. 
So nimmt die Verwechslung ihren Lauf, denn Gefängnisdirektor Frank hält den Ex-Geliebten Rosalindes für ihren Ehemann Eisenstein.
Rosalinde  und Ex-Geliebter

Dem bleibt nichts anderes übrig, als mitzuspielen und er lässt sich ins Gefängnis abführen, nachdem er die Situation für sich ausgenutzt hat 
und Rosalinde ausgiebig geküsst hat, da man ihn ja für ihren Ehemann hält.

Auch das Stubenmädchen der Familie Eisenstein hat eine tragende Rolle: sie möchte ebenfalls auf den Ball und verkleidet sich 
zu diesem Zweck mit einem Kleid ihrer Arbeitgeberin und erscheint als Künstlerin Olga auf dem Ball. 
Dort stiftet sie einige Verwirrung. Zuvor muss sie sich jedoch auch den Abend frei machen und drückt bei 
der Dame des Hauses auf die Tränendrüse. Sie müsse ihre kranke Tante besuchen und helfen.
Rosalinde und das Zimmermädchen
Rosalinde
Die Party ist so richtig im Gange, da tritt Frau Eisenstein maskiert als ungarische Gräfin ins Geschehen.

Nachdem sie auf dem Ball angekommen ist, muss sie entdecken, dass auch ihr Arbeitgeber, Von Eisenstein, dort anwesend ist. 
Beide tun so, als würden sie sich nicht kennen, damit der Schein gewahrt bleibt, denn auch von Eisenstein hat sich als jemand 
Anderes ausgegeben – er wurde ja von Dr. Falke als französischer Adliger auf dem Ball angekündigt, damit 
Gefängnisdirektor Frank nicht die List von Dr. Falke frühzeitig durch eine Inhaftierung des richtigen Von Eisenstein zunichte machen konnte. 
So feiern alle lustig miteinander, und Dr. Falke und Prinz Orlofsky amüsieren sich königlich über die Bemühungen aller Gäste, ihre wahre Identität zu verbergen.

Von Eisenstein ist bezaubert von der Gräfin und versucht sie mit seinem alten Trick, einer besonders schönen Taschenuhr, zu erobern. 
Rosalinde ist wütend und läuft zur Höchstform auf. Sie nimmt ihrem Gatten die Uhr ab und versenkt sie in ihrem Ausschnitt. Den Mut, sie herauszuholen, hat Eisenstein nicht.

Um die Stimmung auf dem Ball anzuheizen, animiert Prinz Orlofsky auch die Zuschauer, vor allem die Kinder, mitzumachen. 
Er singt den Kindern eine Melodie vor, probt mit ihnen einen kleinen Liedtext und führt sie mit kleinen Gesten zum Mitmachen in die Kunst der Operettenschauspielerei ein. 
Nach wenigen Versuchen machen alle Kinder mit und es klappt ausgezeichnet, so dass die Party auf der Bühne und davor immer wilder wird. 
Endlich amüsieren sich alle, selbst Rosalinde lässt sich von ihrem eigenen Mann zum Tanzen animieren.

Sie spielt ihre Rolle noch so lange, bis alle am frühen Morgen die Feier verlassen. Von Eisenstein geht zum Gefängnis. Dort will er seine Gefängnisstrafe antreten. 
Der Gefängnisdirektor jedoch hat bereits einen Von Eisenstein dort in einer Zelle, nämlich Rosalindes Ex-Geliebten Alfredo. 
Nach und nach erscheinen auch Rosalinde und Dr. Falke im Gefängnis und Dr. Falke deckt endlich das von ihm angestiftete Verwirrspiel auf, 
da er ja seine Rache hatte, als Von Eisenstein die vermeintliche Gräfin umgarnte und dabei doch die eigene Frau umwarb. 
Es stellt sich nach und nach heraus, dass sich jeder außer Dr. Falke und Prinz Orlofsky, der ja in den Plan eingeweiht war, 
auf dem Ball als eine andere Person ausgegeben hat – selbst Gefängnisdirektor Frank gab vor, ein Franzose zu sein.

Jetzt kommt es zum großen Happy-End:
 Prinz Orlofsky hat beim Stubenmädchen die Begabung für die Schauspielerei bemerkt und will ihre Karriere an der Oper fördern. 
Alfredo, der inhaftierte Ex-Geliebte von Rosalinde, kommt frei.
Herr Frank gibt sich als Gefängnisdirektor zu erkennen und Von Eisenstein entschuldigt sich aufrichtig bei seiner Frau Rosalinde. So löst sich alles in Wohlgefallen auf.“

Die Darsteller wurden mit einem großen und langen Applaus belohnt.

Alle Teilnehmer, sowohl Kinder als auch Erwachsene, erklärten anschließend einstimmig, dass es ihnen sehr gut gefallen hat. Zufrieden traten alle ihren Heimweg an.

Aus Sicht der Solijugend war es ein gelungenes Event und man ist sich einig, dass es auch in Zukunft wieder Veranstaltungen aus Oper, Musical, Konzerten oder Bühnenstücken geben wird.
Wir freuen uns schon jetzt, euch dabei wiederzusehen.

Eure Landesjugendleitung

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